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BDOC Guetesiegel Augenchirurgie

BDOC
Gütesiegel Augenchirurgie
 

Augenallianz - Besser Gut Sehen

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Besser Gut Sehen
 

American Academy of Ophthalmology - Member

American Academy
of Ophthalmology
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Diabetes mellitus und Auge

Auch die Augen sind von den Folgeschäden der Zuckerkrankheit betroffen. Es verändern sich die winzigen Blutgefäße der Netzhaut (Retina). Dies kann mit der Zeit zu erheblichen Sehbeeinträchtigungen führen. Man nennt diese Erkrankung „diabetische Retinopathie“. Eine frühe Diagnose und rechtzeitige Behandlung sind entscheidend für den Erhalt des Sehens. Regelmäßige Untersuchungen beim Augenarzt müssen deshalb unbedingt durchgeführt werden.

Diabetische Retinopathie

Die veränderten Blutgefäße verschließen sich, besonders die kleinsten Gefäße (Kapillaren). Dies führt zur Mangelversorgung der Sehzellen und die veränderte Gefäßwand lässt Flüssigkeit in das benachbarte Gewebe austreten. Man unterscheidet folgende wichtige Formen der diabetischen Retinopathie:

Die nicht proliferative diabetische Retinopathie

Hier beschränken sich die Gefäßveränderungen auf die Netzhaut. Es kommt zu Blutungen, Aussackungen der Kapillarwände, Ablagerungen, Schwellungen der Netzhaut und Venenveränderungen. Zu diesem Zeitpunkt bemerkt der Patient häufig noch nichts.

Die proliferative diabetische Retinopathie

Schreitet die Erkrankung fort, bilden sich krankhafte neue Gefäße, die aus der Netzhaut in den Glaskörper wachsen, es kommt häufig zu Blutungen in das Auge. Das Sehvermögen ist stark gefährdet. Die Netzhaut kann von der ernährenden Unterlage, der Aderhaut, vollständig abgezogen werden, das Auge ist dann erblindet.

Die diabetische Makulopathie

Zusätzlich tritt eine Erkrankung der Stelle des schärfsten Sehens (Makula) auf, die die Sehschärfe durch Zerstörung der zentralen Sehzellen bedroht.

Untersuchung und Behandlung der diabetischen Retinopathie

Netzhautspiegelung

Die Untersuchung der Netzhaut ist nicht belastend. Die Pupille wird meistens mit Augentropfen erweitert, um die Netzhaut besser betrachten zu können. Der Augenarzt spiegelt die Netzhaut, man fühlt sich nur für kurze Zeit geblendet.

Fluoreszenz-Angiographie (FLA)

Bei Veränderungen kann der Augenarzt mit einer Farbstoffuntersuchung die Blutgefäße der Netzhaut darstellen. Dazu wird der Farbstoff in die Venen gespritzt und die Veränderungen der Gefäße/Netzhaut fotographisch festgehalten. Dies kann u.a. zur Planung einer Lasertherapie dienen.

Spektrale Optische Coherenz-Tomographie (sOCT)

Damit können ohne Beeinträchtigung des Patienten fotografische „Schnitte“ durch die zentrale Netzhaut gelegt werden, um besonders die gefürchtete diabetische Makulopathie rechtzeitig zu erkennen. Damit kann man zum Teil die etwas unangenehmere Farbstoffuntersuchung ersparen und dazu noch die Quantität einer Schwellung messen und vergleichen. Leider ist dies keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen. Fragen Sie dazu Ihren Augenarzt.

Angio-OCT (A-OCT)

Bei spezieller Fragestellung setzen wir auch das Angio-OCT ein: eine Gefäßdarstellung ohne venösen Farbstoff – so einfach wie ein Foto. Leider ist auch dies keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen. Fragen Sie dazu Ihren Augenarzt.

Behandlung der diabetischen Retinopathie

Laserbehandlung

Dies erfolgt in Tropfenbetäubung. Je früher der Augenarzt die Gefäßerkrankungen erkennen und behandeln kann, desto besser sind die Ergebnisse.

Operative Eingabe von Medikamenten (z.B. „Avastin“)

Eine völlig neue Behandlungsmöglichkeit stellt die operative Eingabe von Medikamenten in das Auge dar. Bei der frühzeitigen Behandlung der gefürchteten diabetischen Makulopathie und proliferativen Stadien hat dies hervorragende Ergebnisse, die mit dem Laser nicht erreicht werden. Fragen Sie uns dazu.

Netzhaut-Glaskörper-Chirurgie

Mit Hilfe einer aufwendigen Operation können schwerste diabetischen Schäden und Veränderungen behandelt und damit eine völlige Erblindung verhindert werden (Vitrektomie).

Diabetes und Auge

Es kann häufig zu Schwankungen der Sehschärfe kommen. Diese sind gerade in der Einstellungsphase mit Insulin häufig und führen zu schneller Änderung der Brillenwerte. Eine neue Brille ist erst bei stabilen Blutzuckerwerten sinnvoll. Bei starken Sehschärfenschwankungen sollte unbedingt auf das Autofahren verzichtet werden!

Vorbeugung durch Früherkennung

Unmittelbar nach der Feststellung des Diabetes mellitus sollte eine augenärztliche Untersuchung erfolgen, da nicht bekannt ist, wie lange er schon besteht!

Danach regelmäßige Kontrollen beim Augenarzt. Er nennt dem Patienten den notwendigen Kontrollabstand.

Denn nur mit der Früherkennung kann eine Erblindung mit großer Erfolgsaussicht vorgebeugt werden!

Fluoreszenz - Angiographie

Was ist das?

Bei bestimmten Erkrankungen des Auges, insbesondere bei Gefäßerkrankungen wie z.B. bei Diabetes mellitus (Zuckererkrankung) verändern sie die Blutgefäße. Dies kann im schlimmsten Falle bis zur Erblindung führen.

Zur Befunderhebung und Dokumentation ist eine Gefäßdarstellung mit Farbstoff erforderlich. Sie werden hierzu eine Injektion von wenigen Kubikzentimetern eines sterilen Farbstoffes in die Armvene bekommen. Der Farbstoff verteilt sich darauf im ganzen Körper und erscheint nach wenigen Sekunden auch in den Gefäßen Ihrer Augen, wo wir ihn beobachten und im fotografischen Bild aufzeichnen können.

Es handelt sich hierbei um eine rein diagnostische Maßnahme und nicht um eine Heilbehandlung!

Wo wird diese Untersuchung durchgeführt?

Wir können diese Untersuchung hier in der Praxis durchführen. Ob und wann dies notwendig ist, besprechen Sie am besten direkt mit dem Augenarzt.

Was geschieht nach der Untersuchung?

Nach erfolgter Untersuchung kann der Augenarzt die erkrankten Gefäße oder Netzhautteile erkennen und notfalls mit verschiedenen Laserverfahren behandeln.

Sie dürfen aber nach der Untersuchung keinesfalls selber mit dem Auto nach Hause fahren, da die Pupillen erweitert sind.

Wann sollte eine Farbstoffuntersuchung unterbleiben?

  • bei werdenden Müttern
  • bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
  • bei Patienten mit stark verminderter Herzleistung
  • bei schweren Allergien

Welche Nebenwirkungen sind bekannt?

Auf mögliche Nebenwirkungen möchten wir aufmerksam machen, obwohl solche wegen der außerordentlich guten Verträglichkeit des Farbstoffes nur selten vorkommen. So kann es passieren, dass ein Teil des Farbstoffes anstatt in die Armvene neben die Vene gelangt. Dies führt kurzzeitig zu einem zwar schmerzhaften aber für die Gesundheit unbedenklichen blauen Fleck an der Injektionsstelle.

Nach erfolgter Injektion kann es kurzzeitig zu einem rasch wieder abklingenden Anflug von Übelkeit kommen. Erbrechen ist dabei selten, es handelt sich um ein Ereignis ohne gesundheitsschädliche Folgen. In extrem seltenen Fällen treten ernsthafte Unverträglichkeitsreaktionen auf den Farbstoff auf, die mit Kreislaufkomplikationen einhergehen. Zur Vorsorge liegen im Untersuchungszimmer für solche Fälle Gegenmittel bereit und die Untersuchung wird immer im Beisein eines Arztes durchgeführt. Ein internistischer Konsiliararzt kann notfalls aus der Nachbarklinik telefonisch herbeigerufen werden.

Untersuchung mit dem Angio OCT (A-OCT)

Was ist das?

Durch ultraschnelle Scan-Aufnahmen der Netzhaut und Gefäße (70.000 Scans/Sekunde) und einer Genauigkeit von 3 Mikrons können die Gefäßinnenschichten im hinteren Augenpol genau gemessen werden. Dazu können Strukturen 3-dimensional dargestellt werden. So lassen sich die Blutgefäße von innen darstellen, ohne dass ein Kontrastmittel oder Farbstoff gespritzt werden muss.

Damit gelingt es, eine völlig neue Dimension der Diagnosestellung bei Netzhautgefäßen zu erzielen (von der innersten Netzhautschicht bis zur Aderhaut).

Dies ist besonders wichtig bei folgenden Erkrankungen:

Makuladegeneration
Bei der feuchten Form dieser Erkrankung können die Stadien genauer eingeteilt und eine Behandlung und der Verlauf genauer kontrolliert werden.

Diabetische Netzhauterkrankung
Neben Netzhautschwellungen kommt es häufig zur Rückbildung zentraler Gefäße oder Gefäßneubildungen. Frühzeitig erkannt lässt sich Therapie wesentlich früher und exakter einleiten.

Grüner Star
Beim Grünen Star kommt es zu einer verminderten Durchblutung des Sehnervenkopfes. Dies kann mit der A-OCT-Untersuchung diagnostiziert und im Verlauf kontrolliert werden.

Was geschieht nach der Untersuchung?

Nach erfolgter Untersuchung kann der Augenarzt die erkrankten Gefäße oder Netzhautteile erkennen, Veränderungen feststellen und die Behandlung planen und durchführen.

Sie dürfen aber nach der Untersuchung nur nach Absprache mit uns selbst mit dem Auto nach Hause fahren, da die Pupillen möglicherweise erweitert werden.

Keine Nebenwirkungen oder Kontraindikationen

Es gibt keine Nebenwirkungen, da es sich lediglich um eine (Mehrfach) -Fotographie handelt.

Wo wird diese Untersuchung durchgeführt?

Wir können diese Untersuchung hier in der Praxis durchführen. Ob und wann dies notwendig ist, besprechen Sie am besten direkt mit dem Augenarzt.

Untersuchung mit dem Spektral Domain OCT (SD-OCT)

Untersuchung mit dem Spektral Domain OCT (SD-OCT)
Untersuchung mit dem Spektral Domain OCT (SD-OCT)

Was ist das?

Mit der Spektral Domain Optischen Cohaerenz-Tomographie (SD-OCT) können die Netzhautschichten im hinteren Augenabschnitt genau gemessen werden. Dazu können Strukturen 3-dimensional dargestellt werden. Es ist damit auch möglich eine genaue Verlaufskontrolle durchzuführen. Damit gelingt es, eine völlig neue Dimension der diagnostischen Kontrolle bei Netzhauterkrankungen zu erreichen.

Dies ist besonders wichtig bei folgenden Erkrankungen:

Bei Makuladegeneration

Bei der trockenen und feuchten Form dieser Erkrankung können die Stadien genauer eingeteilt und eine Behandlung und der Verlauf genau kontrolliert werden.

Bei der diabetischen Netzhauterkrankung

Neben Durchblutungsstörungen kommt es häufig zu einer Dickenzunahme und/oder Schwellung der Netzhaut, die sehr genau gemessen werden kann. Damit kann eine Therapie wesentlich früher und exakter eingeleitet werden.

Bei anderen Netzhauterkrankungen

Bei anderen Erkrankungen der Netzhautmitte (z.B. Makulaloch, Zellophan-Makula oder Gefäßverschlüssen) kann die SD-OCT wichtige Informationen darüber liefern, ob ein operativer Eingriff angezeigt ist, wie der Verlauf einer Erkrankung ist, bzw. ob die Therapien erfolgreich sind.

Was geschieht nach der Untersuchung?

Nach erfolgter Untersuchung kann der Augenarzt sofort mit dem Patienten die Ergebnisse besprechen und ggf. eine Behandlung einleiten. Sie dürfen aber nach der Untersuchung keinesfalls selber mit dem Auto nach Hause fahren, da die Pupillen möglicherweise erweitert werden.

Wo wird diese Untersuchung durchgeführt?

Wir können diese Untersuchung hier in der Praxis durchführen. Ob und wann dies notwendig ist, besprechen Sie am besten direkt mit dem Augenarzt.

Darstellung der Netzhaut mit dem SD-OCT

SD-OCT einer gesunden Netzhaut mit gelbem Fleck
SD-OCT-Bild einer gesunden Netzhaut

SD-OCT-Bild einer gesunden zentralen Netzhaut mit "gelbem Fleck"

SD-OCT-Bild einer veränderten zentralen Netzhaut mit "gelbem Fleck" (Makula-Zyste)
SD-OCT-Bild einer Makula-Zyste

SD-OCT-Bild einer veränderten zentralen Netzhaut mit "gelbem Fleck" (Makula-Zyste)