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BDOC Guetesiegel Augenchirurgie

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Augenallianz - Besser Gut Sehen

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American Academy of Ophthalmology - Member

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Operationen des Grünen Stars (Glaukom)

Ist bei der Behandlung des „Grünen Stars“ eine ausreichende Augeninnendrucksenkung mit Medikamenten nicht zu erreichen kommen operative Verfahren in Frage.

Wir führen als nächsten Schritt Laser-Behandlungen durch (SLT).

Sollte damit keine effektive Drucksenkung erzielbar sein, kommen weitere operative Eingriffe zum Einsatz.

Nach Laser und vor massiveren Eingriffen führen wir die sogenannten MIGS (Mikro-Inzisionale Glaukomchirurgie) durch: Dabei werden u.a. winzige Stents in das Auge eingesetzt durch einen ca. 1,8mm Schnitt. Damit lässt sich meist eine ausreichende Drucksenkung erzielen.

Der bekannteste Eingriff mit den meisten Langzeiterfahrungen ist die sogenannte Trabekulektomie (TET). Dabei stellt man zur Drucksenkung einen kleinen neuen Abflussweg für das Kammerwasser unter die Bindehaut und Tenon`sche Kapsel her.

Welche Methode am geeignetsten erscheint, kann nur nach Untersuchung und Berücksichtigung anatomischer Besonderheiten mit dem Patienten individuell entschieden werden. Wir werden Sie entsprechend beraten.

Die Selektive - Trabekuloplastik (SLT)

Die Behandlung mit der SLT ist im Vergleich zu allen anderen „operativen“ Verfahren sehr risikoarm. Sie ist nicht invasiv, die Behandlung selbst geht schnell, ist praktisch völlig schmerzfrei.

Wie wird eine SLT-Behandlung durchgeführt?

Nach dem Tropfen von milden, lokal betäubenden Augentropfen wird ein Kontaktglas auf das Auge aufgesetzt. Der Patient fixiert bei der Behandlung ein Lämpchen. Mit der Spaltlampe und dem Kontaktglas werden die extrem kurzen Impulse übertragen. Die Behandlung dauert nur kurze Zeit und wird je Auge mit 2 Sitzungen in ca. 4 Wochen Abstand durchgeführt.

Wie stark ist die SLT wirksam?

Bei ca. 80% der Patienten kann der Augeninnendruck um ca. 30% gesenkt werden. Der Effekt hält ca. 1-5 Jahre. Falls erforderlich, kann die Behandlung - auch mehrfach - wiederholt werden. Nach ca 3-6 Monate erkennt man die volle Wirksamkeit der Behandlung.

Welche Nebenwirkungen treten dabei auf?

Die kurze Laserbehandlung bemerkt der Patient in der Regel nicht - bei sehr empfindlichen Augen wurde ein leichtes „Pieken“ berichtet.

Nur durch die Spaltlampe fühlt man sich leicht geblendet, spätestens nach 30min ist die Blendung wieder weg. Gelegentlich kann das behandelte Auge über 2-3 Tage leicht gerötet sein.

Nach dem Absetzen des Kontaktglases sollte man für 30 min keinesfalls an das Auge greifen: Durch die Betäubung merkt man nicht, wenn man sich selber die Hornhautoberfläche  verkratzt und nach dem Abklingen der Betäubung schmerzt dann das Auge unnötig über 1-2 Tage.

Zur Nachbehandlung wird der Augeninnendruck gemessen. Falls er kurzzeitig ansteigen sollte, können einmalig Gegenmittel gegeben werden. Ein Woche später kann man in der Regel schon eine deutliche Drucksenkung erkennen.

Kann man nur die SLT machen statt ständig Augentropfen zu nehmen?

Gerade bei beginnendem „Grünen Star“ macht es Sinn als sogenannte „first-line“ Behandlung die SLT durchzuführen,da man damit über lange Zeit keine Beeinträchtigung durch die ständige Tropftherapie und damit keine lokale oder systemische Nebenwirkungen durch eine ständige Augentopftherapie hat. Dies verbessert die Lebensqualität der Patienten erheblich.

Die SLT ist geeignet bei allen Patienten mit Augentropfenunverträglichkeiten, -allergien oder auch für die Patienten, die Schwierigkeiten haben, Augentropfen ins Auge zu bekommen.

Dazu kann diese schonende Methode mehrfach wiederholt werden. Auch wenn schon vorher andere Behandlungen durchgeführt worden sind.

Was ist nach der Behandlung zu beachten?

Bis Ihr Augenarzt dies erlaubt müssen Sie die verordneten „Grüne Star“ - Augentropfen unverändert weiter nehmen! Erst der Augenarzt kann über ein Absetzen der Augentropfen entscheiden!

Bei welchen Erkrankungen kann die SLT nicht durchgeführt werden?

Die SLT kann bei kindlichen oder jugendlichem „Grünen Star“ (Glaukom) nicht eingesetzt werden. Auch nicht bei Engwinkelglaukom oder wenn der Kammerwinkel des Auges nicht einsehbar ist, nicht bei entzündlichen Iritis- oder Uveitits-Glaukomen.