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BDOC Guetesiegel Augenchirurgie

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Gütesiegel Augenchirurgie
 

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American Academy of Ophthalmology - Member

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Refraktive Chirurgie - Intraokularlinsen

Bei dieser operativen Methode wird zusätzlich eine Kunstlinse zur körpereigenen Linse ins Auge eingesetzt. Der Vorteil liegt in der Korrektur höherer Fehlsichtigkeiten und der Schonung der Hornhaut. Dazu ist diese Operation nahezu komplett rückgängig zu machen.

Es gibt zwei verschiedene Linsentypen:

  • Vorderkammerlinsen, die vor der Regenbogenhaut getragen werden (Artisan- oder Verisyse-Linsen) oder
  • Hinterkammerlinsen, die zwischen der Regenbogenhaut und der eigenen Linse in die Hinterkammer des Auge eingesetzt werden (ICL und IPCL Linsen).

Damit können auch stärkere Fehlsichtigkeiten korrigiert werden, die mit LASEK oder LASIK nicht mehr behandelbar sind.

Das Einsetzen einer ICL (intraokularen Contact Linse) wird im Folgenden näher erklärt.

ICL (Implantierbare Kontaktlinse)

Kurzsichtigkeit und Weitsichtigkeit können auch durch das Einsetzen einer zusätzlichen Kunstlinse in das Auge, die den jeweiligen Brechkraftfehler korrigiert, ausgeglichen werden. Ein Beispiel hierfür ist die ICL (englisch - implantable contact lens). Diese spezielle Kunstlinse besteht aus CollamerTM (=Kollagen/HEMA Polymer), einem in höchstem Maße bioverträglichen Material, das sich flexibel verarbeiten lässt.

Die erste Version dieser Hinterkammerlinse stammt aus dem Jahre 1986. (Die ersten künstlichen Linsen zur Behebung einer Fehlsichtigkeit wurden in den 50er Jahren eingesetzt.). Die ICL in der heutigen Form stammt aus dem Jahre 1993. Seit 1994 umfasst die klinische Erfahrung weit mehr als 6.000 implantierte Linsen weltweit. Die Ergebnisse sind so vielversprechend, dass die amerikanische Arzneimittelkommission FDA - eine der strengsten derartigen Kommissionen weltweit - Anfang 1997 eine groß angelegte Studie in den USA genehmigte, der in der Zwischenzeit die Zulassung nach erfolgreicher Phase 3 - Testung erteilt wurde. In Deutschland wird die ICL nach Erteilung des CE-Zeichens 1997 von erfahrenen Augenchirurgen angewendet.

Es hat sich gezeigt, dass die ICL eine sinnvolle Ergänzung zu den anderen Verfahren der refraktiven Chirurgie ist. Die ICL kann erfolgreich bei hohen bis sehr hohen Brechkraftfehlern eingesetzt werden, vorzugsweise dann, wenn die Laser-Verfahren der Hornhautchirurgie nicht mehr in Frage kommen. Der riesige Anwendungsbereich (Kurzsichtigkeit bis ca. -18 Dioptrien und Weitsichtigkeit  bis +10 Dioptrien) reversibel zu korrigieren, übertrifft die Möglichkeiten und die Ergebnisse der hornhautchirurgischen Verfahren.

Die ICL zeichnet sich durch das hohe Potential ihrer genauen Vorhersagbarkeit, die Reproduzierbarkeit des operativen Erfolges und die Reversibilität des Eingriffs aus. Zur Sicherheit dieses Verfahrens trägt bei, dass die intraokulare Anatomie und Physiologie des Auges nicht verändert wird. Das Zentrum der Hornhaut wird von der Operation nicht berührt und auch sonst wird an der Anatomie des Auges nichts verändert. Die ICL kann in einem weiteren Eingriff ausgetauscht (Justierbarkeit) bzw. wieder entfernt werden (Reversibilität). Auch Patienten mit sehr hoher Kurzsichtigkeit und Weitsichtigkeit erhalten die Chance, ihre Abhängigkeit von Brille und Kontaktlinse zu verringern, wobei die Naheinstellungsfähigkeit (Akkommodation) der körpereigenen Linse erhalten bleibt.

Die flexible Linse wird durch einen lediglich 2-3 mm kleinen Einschnitt am Rand der Hornhaut ins Auge eingeführt und vor der körpereigenen Linse und hinter die Iris, also in die hintere Augenkammer (daher Hinterkammerlinse) eingesetzt. Durch ihre spezielle Form schwebt die ICL vor der körpereigenen Linse und berührt diese nicht.

Die Operation wird unter Lokalanästhesie ambulant durchgeführt. Sie dauert etwa 15 Minuten und ist schmerzfrei. Der Behandlungserfolg ist innerhalb kürzester Zeit für den Patienten "sichtbar". Eine gewissenhafte Nachuntersuchung trägt dazu bei, dass keine ernsthaften Komplikationen auftreten.

Eine umfassende Aufklärung über die potentiellen Risiken, die bei jedem intraokularen Eingriff vorhanden sind, ist hierbei selbstverständlich.

Bei Dämmerung/Dunkelheit und damit erweiterter Pupille kann es durch Lichtbrechung am Rand der Kunstlinse zu vermehrter Blendung kommen. Dies kann zu Problemen während nächtlichen Autofahrten führen, wie sie Träger von harten Kontaktlinsen kennen. Nach Jahren könnte es zum Auftreten einer Linsentrübung, eines sogenannten "Grauen Stars" kommen, der dann eine weitere Operation erforderlich machen würde.

Die ICL/IPCL ist eine vielversprechende Alternative für die Korrektur hoher bis sehr hoher Brechkraftfehler. Sie wird heute hauptsächlich zur Korrektur hoher Kurzsichtigkeiten zwischen ca. -12 bis -18 Dioptrien und für Weitsichtigkeiten von ca. +4 bis ca. +8 Dioptrien eingesetzt. In Kombination mit der LASIK können auch noch höhere Brechkraftfehler und ein evtl. vorhandener Astigmatismus ausgeglichen werden.

CLE - Clear-lens-exchange

Entfernung der Augenlinse zur Behandlung hochgradiger Sehfehler

Bei dieser Operationsmethode wird die körpereigene Linse entfernt und durch eine Kunstlinse ausgetauscht. Bei älteren Patienten ist dies die Methode der Wahl. Vor dem Einsetzen der Kunstlinse wird deren Brechkraft genau berechnet. Dabei bieten sich multifokale Kunstlinsen an. Weitgehend kann so auf eine Nah- oder Lesebrille verzichtet werden.

Der Ablauf der Operation entspricht in etwa dem einer Operation des Grauen Stars. Die Brechkraft der neuen Kunstlinse wird vor der Operation berechnet und dabei so ausgewählt, dass nach der Operation für die Ferne keine Brille mehr getragen werden muss. Wird sogar eine multifokale Kunstlinse eingesetzt, wird oft auch in der Nähe ein befriedigendes Sehergebnis erreicht. Ansonsten wird zum Sehen in der Nähe eine Nah- bzw. Lesebrille benötigt.

Diese Methode hat den Vorteil, dass auch sehr große Fehlsichtigkeiten korrigiert werden können.

Wir beraten Sie gerne über die für Sie beste Operationsmethode.