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Grauer Star (Cataract)

Moderne Methoden der Cataract - Behandlung

Was ist der graue Star?

Grauer Star liegt dann vor, wenn die natürliche Linse im Auge nicht mehr klar, sondern eingetrübt ist. Dies nennen die Augenärzte "Katarakt".

Die Augenlinse ist beim Menschen direkt hinter der Regenbogenhaut gelegen (siehe Abb. 1). Die Regenbogenhaut wird auch Iris genannt und ist je nach Pigmentierung für die Augenfarbe verantwortlich.

Die Aufgabe der Augenlinse ist es, zusammen mit der Hornhaut die Lichtstrahlen zu bündeln und damit ein scharfes Bild auf der Netzhaut zu erzeugen. Dies ist sehr gut mit einem Fotoapparat zu vergleichen (siehe Abb. 2).

Aufbau des Auges im Vergleich zum Fotoapparat
Aufbau des Auges im Vergleich zum Fotoapparat

Über den Sehnerv werden die Seheindrücke zum Gehirn weitergeleitet. Dort entsteht das von uns wahrgenomme Bild. Beim Grauen Star werden durch die Trübung der Linse die Lichtstrahlen zum Teil absorbiert, zum Teil abgelenkt und gestreut. Es entsteht deshalb ein unklares, verwaschenes und verschleiertes Bild.

Wie entsteht ein Grauer Star?

Die häufigste Ursache des Grauen Stars ist der natürliche Alterungsprozess der Augenlinse. Genauso wie wir mitzunehmenden Alter graue Haare oder Falten der Haut bekommen, verändert sich die Augenlinse und wird trübe. In der Regel tritt der Altersstar um das 70. Lebensjahr auf. Dies ist aber bei jedem Menschen stark unterschiedlich ausgeprägt.

Auch spielen viele Erkrankungen eine Rolle, wie zum Beispiel Verletzungen, Entzündungen im Auge und Stoffwechselerkrankungen (z.B. Zuckerkrankheit). In seltenen Fällen kann der Graue Star auch angeboren sein.

Wie wird der Graue Star behandelt?

Eine neue Brille kann Ihr Sehvermögen allenfalls im Anfangsstadium verbessern. Eine Sonnenbrille gegen die erhöhte Licht- und Blendungsempfindlichkeit kann eine kleine Hilfe sein.

Eine medikamentöse Behandlung der getrübten Augenlinse ist leider nicht möglich. Alle Therapieversuche haben sich nicht bewährt.

Möchte man wieder besser sehen, so kann man dies beim fortgeschrittenen Grauen Star nur durch eine Operation erreichen. Der operierende Augenarzt entfernt dabei die eingetrübte Linse aus dem Auge und ersetzt sie durch eine klare Kunstlinse. Dabei können in aller Regel die vorher bestehenden Brillenwerte gleichzeitig vermindert werden.

Fragen Sie dazu vor der Operation Ihren Augenarzt.

Ablauf der Grauer Star - Operation

Voruntersuchung beim Augenarzt

Zunächst werden Ihr Sehvermögen und Ihr Auge untersucht und die entsprechenden Messungen vorgenommen. Anschließend besprechen Sie mit dem operierenden Augenarzt, ob eine Operation sinnvoll ist und welche Erfolgsaussichten möglichen Risiken gegenüberstehen. Auch ob eine stationäre oder ambulante Behandlung in Ihrem Falle sinnvoll ist.

Zusätzlich untersucht Sie vor der Operation Ihr Hausarzt. Er entscheidet nach Feststellung des allgemein Gesundheitszustandes mit über den Eingriff.

Was passiert bei der Operation im Einzelnen?

Bei den meisten Augenkliniken wird ein sehr modernes und fortschrittliches Verfahren eingesetzt: Die "Phakoemulsifikation", das heißt, eine Linsenverflüssigung mit Hilfe eines speziellen Ultraschallgerätes mit kombinierter Kleinstschnittechnik. Dieses Verfahren erlaubt ein besonders sicheres und schonendes Operieren.

Durch einen sehr kleinen Schnitt von ca. 2,5 mm Breite wird eine dünne Sonde eingeführt. Diese wird in Schwingungen versetzt, die im Ultraschallbereich liegen. Treffen diese Wellen auf das trübe Linsenmaterial, so wird es zerkleinert und kann durch die Sonde abgesaugt werden (deshalb "Phakoemulsifikation" genannt).

Die natürliche Linsenkapsel, die die eigene Linse umgibt, kann in der Regel im Auge erhalten werden und stellt einen idealen Halteapparat für die neu einzusetzende Kunstlinse dar. Nach der Operation sitzt die Kunstlinse genau an dem Ort, an dem vorher die eigene Linse war.

Der große Vorteil der Kleinst-Schnitt-Technik ist die wesentlich erhöhte Sicherheit während und nach der Operation, sowie die viel schnellere Abheilung nach der Operation.

Nach der Operation

Nach der Operation ist eine regelmäßige Kontrolle beim Augenarzt dringend erforderlich. In den ersten Tagen müssen zunächst häufig Augentropfen und Augensalben appliziert werden. In den nächsten Wochen werden dann schrittweise die Augentropfen reduziert und dann nach der Abheilung abgesetzt.

Die Brille erhalten Sie dann danach. Sollten Sie an beiden Augen kurz hintereinander operiert worden sein, kann der Augenarzt eine vorläufige Brille verschreiben. Dies besprechen Sie am besten direkt mit Ihrem Augenarzt.

Der Nachstar und seine Behandlung

Nach Monaten bis Jahren nach der Grauen Star-Operation kann eine Zellschicht auf der verbliebenen Hinterkapsel bis über das optische Zentrum der Kunstlinse wachsen. Man nennt dies Nachstar. Diese Zellschicht beeinträchtigt das Sehen genauso wie der Graue Star.

Der Nachstar kann völlig schmerzfrei ambulant beseitigt werden. Dies geschieht mit den Nd-YAG- Laser in unserer Praxis. Mit dem Licht entfernt man die trübe Membran. Sobald sich die dazu benötigte medikamentöse Pupillenerweiterung zurückgebildet hat (ca. 2-4 Std.) ist die Sehschärfe wieder vorhanden, die vorher bestanden hatte.

Wie gut kann ich nach einer Operation sehen?

In der Regel können Sie schon am ersten Tag nach der Operation eine Sehverbesserung bemerken. Die Abheilphase dauert aber deutlich länger, verschwommen Sehen oder Doppelbilder können in der Zeit als normale Begleiterscheinungen betrachtet werden.

Die endgültige Sehschärfe hängt aber davon ab, ob zusätzliche Augenkrankheiten insbesondere der Netzhaut (dem sehenden Teil des Auges) vorliegen, die leider die Sehleistung deutlich begrenzen können.

Wann kann ich wieder Autofahren?

Dies kann nur Ihr Augenarzt entscheiden. Im Laufe der Abheilphase werden Sie untersucht und dies besprochen. Rechnen Sie aber mit mindestens einer Woche Wartezeit.

Spielt mein Alter für die Operation eine Rolle?

Absolut nein!

Da der Graue Star eine Erkrankung des höheren Lebensalters ist, ist gerade dann die Operation sinnvoll. Die Operation ist für den Körper nicht belastend und kann selbst bei anderen Erkrankungen problemlos durchgeführt werden.

Gibt es unterschiedliche Kunstlinsen?

Es gibt starre und flexible Kunstlinsen. Auch die Linsenmaterialien sind unterschiedlich: PMMA (spezielles Plexiglas), Silikon und verschiedene Akrylate. Zunächst wird Ihr Auge vermessen und mit Hilfe eines Computers die beste Kunstlinse berechnet. Je nach Auge wird dann der passende Kunstlinsentyp vom Arzt bestimmt.

Kann mein Auge die Kunstlinse vertragen?

Seit fast 60 Jahren liegen mittlerweile Erfahrungen mit den Kunstlinsen vor. Es sind keine Abstoßungsreaktionen beobachtet worden und auf Grund der ausgiebigen Testungen auch nicht zu erwarten. Sehr selten kann eine Kunstlinse einmal nicht passen (z.B. deutliche Abweichungen der Brechkraft von den vorher errechneten Werten). So kann diese in den ersten Wochen nach der Operation mit einer 2. Operation in der Regel problemlos getauscht werden.

Lohnt sich die Operation bei mir?

Es lohnt sich jeder Tag, an dem man besser sieht. Die Lebensqualität ist danach deutlich verbessert, die Farben leuchten wieder wie früher, die Orientierung ist deutlich leichter, die Sicherheit bei der Fortbewegung nimmt deutlich zu, da man Hindernisse oder Stolpermöglichkeiten viel früher erkennt. Auch kann man mehr und besser an dem Tagesgeschehen teilnehmen. Dazu ist das Risiko der Operation und die organisatorische Belastung minimal.

Welche Risiken oder Probleme gibt es?

Jede Operation hat mögliche Risiken und Komplikationen. Mehr als 99% aller Patienten werden ohne besondere Komplikationen operiert. Schwerwiegende Komplikationen sind extrem selten und können überwiegend durch einen 2. oder 3. Eingriff behoben werden. Eine denkbare Erblindung soll unter 1:6.000 möglich sein.

Insgesamt handelt es sich um eine der sichersten Operationen, die es überhaupt gibt. Es liegt in der Natur der Medizin, dass erfolgreich verlaufende Behandlungen nicht immer zu einem hervorragendem Sehvermögen führen. Dies kommt zum Beispiel dann vor, wenn Erkrankungen der Netzhaut oder des Sehnerven vorliegen. Häufig (aber nicht in jedem Fall!) kann der operierende Augenarzt schon vor der Operation grob eine Abschätzung des zu erwartenden Erfolges geben.

Optische Biometrie

Bei Ihnen ist die Durchführung einer Operation des „Grauen Stars" (Katarakt) geplant.

Im Rahmen der Voruntersuchung wird Ihr Auge vermessen und die für Sie mutmaßlich beste Kunstlinse berechnet. Ziel dieser Berechnung ist, dass Sie nach der Operation eine möglichst schwache Brille tragen müssen und ein möglichst gutes Sehen ohne Brille erreichen.

Dazu gibt es ein derzeit weltweit als bestes anerkanntes Messverfahren. Es ist berührungsfrei und beruht auf Laser-Technik (Teilkohärenz-Laserinterferometrie). Die Kunstlinse, die Ihnen später bei der Operation eingesetzt wird, kann damit derzeit am besten bestimmt werden. Dabei werden überdies gleichzeitig mehrere Berechnungen mit verschiedenen Formeln durchgeführt und die für Sie besten Werte ermittelt. So können Sie für Ihre Situation ein bestmögliches Ergebnis nach der „Grauen Star"- Operation erwarten.

Bedauerlicherweise kann diese Leistung nicht über den Krankenschein abgerechnet werden, da sie nicht in der Gebührenordnung für Kassenärzte enthalten ist. Wir führen bei Ihnen gerne die zusätzliche Untersuchung durch. Lassen Sie uns wissen, ob Sie diese Untersuchung wünschen, die die Genauigkeit Ihres Operationsergebnisses verbessern wird.