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Früherkennung des Grünen Stars (Glaukom)

Der grüne Star (Glaukom) ist eine Erkrankung der Augen, die rund 2,4 % der Gesamt-bevölkerung befällt und deren Häufigkeit auf über 8 % im höheren Alter steigt. Rund 800.000 Glaukom-Patienten gibt es in Deutschland, bei etwa 3 Millionen liegt eine Vorstufe dieser Erkrankung vor.

Was ist ein Glaukom?

Es handelt sich um einen langsam fortschreitenden Sehnervenschwund mit Verfall des Gesichtsfeldes, oft – aber bei weitem nicht immer – verbunden mit einer krankhaften Erhöhung des Augeninnendruckes. Der Glaukomkranke bemerkt die schleichende Einschränkung des Sehvermögens meist erst dann, wenn es zu spät ist. Nur eine rechtzeitige, so früh wie möglich einsetzende Behandlung kann einen irreparablen Schaden bis zur Erblindung verhindern.

Was bedeutet Glaukom-Vorsorge? Was können Sie davon erwarten?

Der Augenarzt nimmt eine gezielte Untersuchung der Sehnerven vor und bewertet sie zusammen mit den Ergebnissen der  Augeninnendruck – und Hornhaut- Messung.

Dann kann er Ihnen eine der folgenden Auskünfte geben:

  • Ihre Augen sind gesund. Ihr Augenarzt berät Sie, wann die nächste Glaukomvorsorge durchgeführt werden sollte.
  • Ihre Augen sind wahrscheinlich gesund. Zur Sicherheit sind jedoch weiterführende diagnostische Maßnahmen oder auch kurzfristige Kontrollen angezeigt.
  • Ein bisher unentdecktes Glaukom bzw. eine Frühform davon muss behandelt werden. Dies geschieht in der Regel medikamentös.

Wer trägt die Kosten?

Die Untersuchung zur Früherkennung des Glaukoms gehört leider nicht zu den Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen. Dafür bezahlen Sie privat ein Honorar an Ihren Augenarzt.

Unabhängig davon werden alle Patientinnen und Patienten, die sich bisher wegen eines Grünen Stars in Behandlung oder Kontrolle befanden oder für ein Glaukom typische Symptome oder Befunde aufweisen, unverändert zu Lasten der gesetzlichen Krankenkasse untersucht bzw. behandelt.

Alle weiteren erforderlichen Maßnahmen werden dann von Ihrer gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Bildgebende Verfahren gehören laut Gerichtsurteilen zum „Standard“ - werden aber trotzdem nicht von den gesetzlichen Kassen übernommen.

Sorgen Sie für Ihre Augen vor, damit diese heimtückische Erkrankung nicht unerkannt bleibt. Es lohnt sich für Sie in jedem Falle.